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Jahresmotto 25/26: Kinder im digitalen Zeitalter – Medienerziehung im Mittelpunkt

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Gemeinsam engagiert: realschule ratheim und „Ingenieure ohne Grenzen“

Seit mehreren Jahren kooperiert die Realschule Ratheim mit einer Projektgruppe der gemeinnützigen Organisation „Ingenieure ohne Grenzen“, die in der Entwicklungszusammenarbeit tätig ist. Diese Zusammenarbeit verbindet schulisches Lernen mit praktischem Engagement und gibt Schüler*innen die Möglichkeit, technische Lösungen für globale Herausforderungen aus erster Hand kennenzulernen.

Ein Teil dieser Kooperation sind Spendenläufe der Schule, bei denen die Schüler*innen für jeden gelaufenen Kilometer Spenden von Freunden und Familienmitgliedern sammeln. Der erste Spendenlauf fand im März 2023 statt. Weitere Läufe folgten im Juni 2024 und im Oktober 2025. Ein Teil der Einnahmen kam Projekten von „Ingenieure ohne Grenzen” zugute, darunter insbesondere dem Projekt „Toilettenbau an Tonkolilis Grundschulen” in Sierra Leone.

Im Rahmen dieser wunderbaren Kooperation führten Ehrenamtliche von „Ingenieure ohne Grenzen“ im August 2023 ein Angebot bei den Projekttagen der Realschule Ratheim durch. Mit Experimenten und kleinen Bauvorhaben lernten die Schüler*innen, wie verschiedene Energieformen genutzt werden können. Sie kochten allein mit Sonnenstrahlung und Spiegeln, bauten ein Fahrrad um, um damit Smoothies herstellen zu können, und konstruierten wasserkraftbetriebene Mini-Fahrzeuge, die anschließend gegeneinander antraten. Ähnliche Angebote führt die Regionalgruppe Aachen auch regelmäßig im Rahmen der Ferienakademien der Städteregion Aachen an verschiedenen Schulen durch. Im Mittelpunkt steht dabei stets, Kinder und Jugendliche spielerisch an technische Fragestellungen heranzuführen und ihre Begeisterung für nachhaltige Lösungen zu wecken.

Sanitärversorgung für Schulen in Sierra Leone

Das Projekt „Toilettenbau an Tonkolilis Grundschulen“ von „Ingenieure ohne Grenzen“, das durch einen Teil der gesammelten Spenden unterstützt wird, ist in einer sehr ländlichen Gegend von Sierra Leone aktiv. In der Region gibt es meist keine oder nur sehr baufällige Toiletten, auch und insbesondere an Schulen. Viele Menschen verrichten ihre Notdurft im Freien oder in einfachen Grubenlatrinen, die oft nicht mehr als ein Loch im Boden sind. Dadurch können Krankheitserreger in die obersten Schichten des Grundwassers gelangen, vor allem in der Regenzeit, wenn der Grundwasserspiegel steigt. Dies ist ein ernstes Problem, da flache Brunnen die häufigste Trinkwasserquelle sind. Diese Umstände begünstigen die Verbreitung von Durchfallerkrankungen und eine hohe Kindersterblichkeit.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, baut die Projektgruppe von „Ingenieure ohne Grenzen“ seit 2018 zusammen mit der lokalen Partnerorganisation MADAM vernünftige Sanitäranlagen an Grundschulen. Dabei kommen Trockentrenntoiletten zum Einsatz, die ohne Wasserspülung und Kanalisation auskommen. Durch die Trennung von Fäkalien und Urin sowie das Trocknen des Feststoffs entstehen keine unangenehmen Gerüche. Zudem können beide Stoffe nach mehrmonatiger Lagerung oder Kompostierung als Dünger genutzt werden. Das ist ein entscheidender Vorteil für die lokalen Selbstversorgerhaushalte, denn chemischer Dünger ist im Verhältnis zur Kaufkraft der Familien sehr teuer.

Dank der Spendengelder aus Ratheim und anderen Unterstützern konnte ein Team von Ehrenamtlichen zwischen November 2023 und Ende Januar 2024 die Grundschule des Dorfes Rowaka mit neuen Sanitäranlagen ausstatten. Rowaka ist nach Makali und Makenthie die dritte Schule, die im Rahmen des Projekts mit Sanitäranlagen ausgestattet wurde.

 

Jeder Toilettenbau wird von einem intensiven Bildungsprogramm begleitet. Ein Teil dieses Programms richtet sich an die Personen in der Dorfgemeinschaft, die für die Instandhaltung der Toiletten, die Kompostierung und die Ausbringung des Düngers auf den Feldern zuständig sind. Der andere Teil richtet sich an die Nutzer*innen, also insbesondere die Schüler*innen. Neben der richtigen Nutzungsweise der Toiletten werden auch grundlegende Hygieneregeln im Zusammenhang mit der Toilettennutzung, aber auch bei der Essenszubereitung und Wasserbeschaffung vermittelt. Ebenso wird Wissen über Krankheitsübertragung und zu Schutzmaßnahmen weitergegeben.

Mit dem Projekt möchte die Projektgruppe und unsere Organisation einen Beitrag zu der Verbesserung der Gesundheitssituation im ländlichen Tonkolili District von Sierra Leone leisten.

Blick nach vorn

Die Projektgruppe plant für das Jahr 2026 eine weitere Projektreise nach Sierra Leone, um auch die Schule im Dorf Mamuri mit Sanitäranlagen auszustatten. Damit wären seit 2018 insgesamt vier Schulen mit sicheren, hygienischen Toiletten ausgestattet. Anschließend möchte sich das Team einem neuen Projekt widmen: der Verbesserung der Sanitärversorgung für Haushalte in derselben Region. Für das neue Projekt „Toiletten für ländliche Haushalte im Tonkolili  District“ werden bereits parallel zum bestehenden Projekt Erkundungsmaßnahmen durchgeführt. Die Arbeit der Projektgruppe vor Ort kann ab Anfang 2026 in regelmäßigen Blogeinträgen auf der Homepage von „Ingenieure ohne Grenzen“ verfolgt werden: https://www.ingenieure-ohne-grenzen.org/de.

 

Damit diese und andere Projekte von uns voranschreiten können, ist Ingenieure ohne Grenzen auf Spenden angewiesen. Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit.